Bestattungsarten2019-11-25T11:51:26+00:00

Welche Bestattungsarten gibt es?

Grundsätzlich wird in Deutschland zwischen zwei Bestattungsarten unterschieden:

Die Erdbestattung und die Feuerbestattung.

Der Unterschied dieser beiden liegt in der Art der Beisetzung des Verstorbenen. Bei einer Erdbestattung wird der Verstorbene in einem Sarg und bei einer Feuerbestattung wird die Asche des Verstorbenen in einer Urne beigesetzt. Eine Erdbestattung kann nur auf einem Friedhof erfolgen, eine Urne bzw. die Asche des Verstorbenen kann jedoch auf viele verschiedene Möglichkeiten beigesetzt werden.

Die üblichen Beisetzungsformen finden entweder auf einem Friedhof, im Wasser (Seebestattung), im Wurzelbereich eines Baumes (Baumbestattung) oder in der Luft aus einem Heißluftballon (Luftbestattung) statt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Teile der Asche des Verstorbenen in Form eines Diamanten (Diamantbestattung) oder Erinnerungskristall zu bringen und diese als Schmuckstück an Kette oder Ring zu tragen.

Alle Bestattungsarten können in Form einer anonymen Beisetzung erfolgen.

Bei einer Erdbestattung wird der Verstorbene in einem Sarg in der Erde beigesetzt. Dabei besteht der Sarg üblicherweise aus Holz oder einem anderen stabilen ökologischen Material, sodass sich dieser mit der Zeit zersetzt.

Eine Erdbestattung beruht in Deutschland auf bestimmten Gesetzen. Ein Teil dieser Gesetze ist der sogenannte Friedhofszwang. Eine Erdbestattung muss demnach auf einem Friedhof stattfinden. Des Weiteren ist ein Sarg für die Erdbestattung vorgeschrieben.

Auch die Mindestruhezeiten eines Grabes sind festgehalten, diese können sich allerdings von Friedhof zu Friedhof unterscheiden. Die Ruhezeit und Nutzungsdauer sind für jeden Friedhof einzeln festgelegt. Die Ruhezeiten legen fest, wie lange das Grab mindestens erhalten bleiben muss.

Nach der Wahl der Grabstelle können Sie zwischen verschiedenen Grabarten entscheiden. Sie können sich entweder für ein Erdwahlgrab oder ein Erdreihengrab entscheiden.

Erdwahlgrab (für 2 oder mehr Personen)

Sie können je nach Friedhof teilweise die Lage des Grabs frei auswählen. Danach haben Sie die nächsten 25-40 Jahre das Nutzungsrecht für dieses, das Sie auf Wunsch auch verlängern können. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, je nach Friedhofssatzung weitere Urnen oder Särge an dieser Stelle beizusetzen.

Erdreihengrab

Das Reihengrab bietet Ihnen diese Auswahl nicht. Die Gräber werden der Reihe nach vergeben. Aus diesem Grund ist diese Art Grab günstiger als ein Wahlgrab. Die Nutzungsdauer kann hierbei nicht verlängert werden und es wird vom Friedhofsamt vorgegeben, wie lange diese Grabstelle bestehen wird.

Einige Friedhöfe haben gemauerte Grabstätten, eine sogenannte Gruft. In dieser können ebenfalls mehrere Verstorbene beigesetzt werden. Das ist beispielsweise bei einer Familiengruft der Fall.

Die Kosten für die verschiedenen Grabarten variieren teilweise erheblich.

Nachdem ein Todesfall eingetreten ist, müssen Sie einen Bestatter beauftragen. Dieser kümmert sich mit der Überführung des Leichnams zu dem Ort, an dem die Bestattung stattfinden soll. Er geht auf Ihre Wünsche ein und ermöglicht auch noch eine Abschiednahme bzw. Aussegnung, je nachdem wie sie es mit ihm abstimmen.

Die anschließende Trauerfeier wird vom Bestatter in enger Absprache mit Ihnen und den restlichen Angehörigen vorbereitet. Sie findet in einer Kirche, Friedhofskapelle, direkt am Grab oder in manchen Orten sogar noch am Wohnhaus des Verstorbenen statt.

Die Trauerrede während der Trauerfeier wird von einem Geistlichen (Pfarrer) oder freiem Trauerredner übernommen. Hierbei wird dem Verstorbenen gedacht und respektvoll Abschied genommen.

Nach der Trauerfeier folgt die Begleitung des Verstorbenen zur vorgesehenen Grabstätte. Dabei tragen die Sargträger den Sarg zum offenen Grab, an dem der Sarg herabgelassen wird.

Häufig ist es üblich, dass die Familie des Verstorbenen die Trauergemeinde zum Kaffee und Kuchen einladen, was als sogenannter Leichenschmaus bezeichnet wird.

Grundsätzlich wird die Höhe der Kosten für eine Erdbestattung von mehreren Dingen bestimmt: Dem Umfang und der Größe der Trauerfeier (abhängig von der Anzahl der Trauergäste), dem Blumenschmuck, den Friedhofskosten, den Kosten des Bestatters und des Sarges, den Kosten für das Trauerkaffee (Leichenschmaus) sowie den Grabsteinkosten.

Erdbestattungen sind in der Regel etwas teurer als Feuerbestattungen oder anonyme Bestattungen, da häufig Erdgräber teurer sind als Urnengräber.

Bei einer Feuerbestattung können Sie eine Trauerfeier am Sarg mit dem Verstorbenen abhalten. Danach wird der Leichnam ins Krematorium gebracht und der Körper eingeäschert. Anschließend kann die Asche auf verschiedenen Arten und in verschiedenen Orten im Familienkreis beigesetzt werden. Die Trauerfeier kann natürlich auch nach der Einäscherung vor der Urnenbeisetzung erfolgen. Die Asche des Verstorbenen kann beispielsweise in einem Urnengrab auf dem Friedhof, im Wurzelbereich eines Baumes oder im Meer beigesetzt werden.

Allerdings gibt es in Deutschland den sogenannten Friedhofszwang, wegen dem es einige Dinge zu beachten gibt, die wir Ihnen gerne auch noch persönlich erläutern.

Anders als bei einer Erdbestattung, muss vor einer Feuerbestattung geprüft werden, dass eine Feuerbestattung dem Willen des Verstorbenen entspricht. Es wird empfohlen eine Kremationsverfügung bzw. eine Bestattungsverfügung zu Lebzeiten zu erstellen. Dieser Wunsch kann auch von Angehörigen bestätigt werden, falls der Verstorbene eine solche nicht zu Lebzeiten verfasst hat.

Eine notarielle Beglaubigung ist nicht notwendig.

Des Weiteren wird unmittelbar vor der Feuerbestattung eine zweite Leichenschau durchgeführt. Diese zweite Leichenschau dient einerseits zur Bestätigung der Todesursache, und andererseits zur Identifizierung/eindeutige Zuordnung des Toten.

Der grundlegende Unterschied zu einer Erdbestattung ist der Zeitpunkt der Beisetzung. Denn bei einer Feuerbestattung vergeht zwischen dem Todesfall und der Beisetzung ein etwas längerer Zeitrahmen. Das liegt an der Kremation des Verstorbenen.

Außerdem haben Sie bei einer Feuerbestattung zusätzlich die Wahl zwischen einer Trauerfeier vor der Einäscherung, am Sarg oder danach, an der Urne. In einigen Fällen ist auch beides möglich. Einige Familien entscheiden sich beispielsweise dazu, eine Trauerfeier am Sarg und anschließend die Beisetzung nur im engsten Kreis abzuhalten.

Vor der Einäscherung wird ein sogenannter Schamottstein dem Sarg beigelegt. Dieser feuer- und hitzebeständige Stein enthält eine vom Krematorium einmalig vergebene Nummer. Er dient zur eindeutigen Bestimmung des Leichnams und hilft, Verwechslungen auszuschließen.

Eine Kremation dauert etwa ca. 120 Minuten, ist allerdings abhängig von der Holzart des Sarges sowie dem Körpergewicht des Verstorbenen. Die Einäscherung beginnt bei einer Temperatur von etwa 900 Grad Celsius und steigert sich auf 1.200 Grad Celsius.

Während der Einäscherung kann der Verstorbene seine eigene Kleidung tragen. In vielen Fällen entscheiden sich Angehörige für den Lieblingsanzug oder das Lieblingskleid des Verstorbenen oder der Verstorbenen.

Die Asche ist am Ende etwa zwei bis drei Kilogramm schwer, wird in eine Aschekapsel gefüllt und versiegelt. Diese wird abschließend in der Urne eingesetzt.

Nach der Einäscherung erfolgt die Beisetzung der Urne. Hierbei haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Grabstätten.

Traditionell finden die meisten Urnenbestattungen auf Friedhöfen statt. Auf dem Friedhof selbst gibt es ebenfalls verschiedene Grabarten:

Urnengrab

  • Urnenwahlgrab
    Entscheiden Sie sich für ein Urnenwahlgrab, können Sie teilweise die Lage des Grabs bestimmen. Außerdem können in diesem Grab bis zu vier Urnen bestattet werden. Es ist vor allem für diejenigen geeignet, die neben ihren Angehörigen bestattet werden wollen. Die Nutzungsfrist für solche Urnenwahlgräber kann verlängert werden.Beisetzung 2-4 Urnen Ruhefrist abhängig vom Friedhof ca. 20-30 Jahre, Grabstein erforderlich
  • Urneneinzelgrab
    Die Urne wird in der Erde beigesetzt. Üblicherweise werden Urnengräber auf einer Art Grabfeld und der Reihe nach vergeben. Deswegen haben Angehörige hier nicht die Möglichkeit, die Lage des Urnengrabes zu wählen. Auch eine Verlängerung des Nutzungsrechts ist nicht möglich.Beisetzung 1 Urne Ruhefrist abhängig vom Friedhof ca. 20-30 Jahre, Grabstein erforderlich
  • Urnenwiesengrab
    Fällt Ihre Wahl auf ein Wiesengrab, wird auf dem Grab ein Rasen angelegt. Auf der Rasenfläche können sowohl Särge als auch Urnen beigesetzt werden. Sie haben hier die Möglichkeit, eine Grabplatte als Kennzeichnung mit der Rasenoberkante bündig zu verlegen. Rasengräber sind besonders pflegeleicht, da die Friedhofsverwaltung die Pflege (das Rasen mähen) übernimmt. Allerdings darf hierbei keine Bepflanzung der Grabstelle erfolgen.Beisetzung 1 Urne Ruhefrist abhängig vom Friedhof ca. 20-30 Jahre, Grabstein nicht erforderlich

Das Kolumbarium

Einige Friedhöfe bieten neben den Urnengräbern die Möglichkeit eines sogenannten Kolumbariums. Dabei handelt es sich um eine Urnenwand, die sich innerhalb eines Gebäudes auf dem Friedhof befindet. Jede Urne wird in einer separaten Urnenkammer aufbewahrt. Die Kammern werden im Regelfall mit Steinplatten verschlossen, auf denen die persönlichen Daten der Verstorbenen stehen.

Die Röse

Eine seltene aber durchaus beliebte Beisetzungsart der Urne bietet die Röse. Diese ist ein sogenanntes Steinhügelgrab, das für die Bestattung genutzt wird. Die Urnen werden dabei in einem Ring um den Steinhügel beigesetzt. Dabei kann am Steinhügel oder auf einem Stein selbst der Name des Verstorbenen hinterlassen werden. Die Grabpflege des Hügels wird vom Betreiber der Friedhofsanlage selbst übernommen.

Die Urnenstele (Urnenwand)

Eine Urnenstele ist eine Art Säule aus Stein oder Beton. Diese Säulen bieten Platz für die Beisetzung von einer oder mehreren Urnen, die ebenfalls in einzelnen Kammern aufbewahrt werden. Die Kammern werden mit einer Steinplatte verschlossen, die mit den persönlichen Daten des Verstorbenes verseht werden können.

Das Seegrab

Bei einer Bestattung der Urne in der Nord- oder Ostsee oder auch im Mittelmeer gibt es keine übliche Grabstelle. Die Asche wird während der Trauerfeier auf einem Schiff im Meer durch einen Kapitän beigesetzt. Die Hinterbliebenen erhalten die Koordinaten, an denen die Urne dem Meer übergeben wurde.
Beisetzung 1 Urne außerhalb 3 Meilen Grenze keine Ruhefrist, Grabstein nicht möglich

Das Baumgrab

Bei dieser Grabart wird die Asche des Verstorbenen im Wurzelbereich eines Baumes bestattet. Die Baumbestattung wird nur auf sogenannten Waldfriedhöfen durchgeführt.

Beisetzung 1 Urne Ruhefrist abhängig vom Friedhof ca. bis 99 Jahre, Grabstein nicht erforderlich

Die Beisetzung der Urne können Sie unterschiedlich durchführen lassen. Allerdings gibt es in Deutschland die sogenannte Friedhofspflicht, die einige gängige Beisetzungen aus dem Ausland nicht ermöglicht. Beispielsweise verbietet es Ihnen diese Friedhofspflicht, die Asche eines Verstorbenen mit nach Hause zu nehmen und dort zu verwahren.

Wenn Sie die Urne allerdings nicht auf einem Friedhof beisetzen möchten, haben Sie zwei weitere Bestattungsorte zur Auswahl. Sie können entweder eine Seebestattung oder aber eine Baumbestattung durchführen.

Baumbestattung

Während einer Baumbestattung wird die Asche des Verstorbenen im Wurzelbereich eines Baumes bestattet.

Viele Familien entscheiden sich für die Baumbestattung, da sie sich mit der Natur verbunden fühlen und keine Grabpflege anfällt. Hierbei dürfen Sie aber auch keine Blumen anpflanzen, da der Wald unverändert bleiben soll.

Auch bei der Baumbestattung haben sie unterschiedliche Grabarten. Während Sie bei einer traditionellen Urnenbestattung die Form des Grabes auswählen können, wird bei der Baumbestattung unterschieden, wer alles um denselben Baum beigesetzt wird. Ein Baum kann abhängig vom Anbieter Platz für zehn bis zwölf Urnen bereitstellen.

Familien, Eheleute oder Lebenspartner können einen Familien- oder Partnerbaum für die Beisetzung wählen.

Familienbaum

Familien können sich für einen Familienbaum entscheiden. Um einem Familienbaum herum können (müssen aber nicht) bis zu 12 Urnen beigesetzt werden.

Partnerbaum

Wenn Eheleute oder Lebenspartner einen Partnerbaum für ihre Beisetzung wählen, ist dort lediglich Platz für deren beiden Urnen.

Freundschaftsbaum

Um den Freundschaftsbaum herum können wie beim Familienbaum bis zu 12 Uhren beigesetzt werden, unabhängig von Verwandtschaftsverhältnissen.

Gemeinschaftsbaum

Bei dem Gemeinschaftsbaum haben Sie keinen Einfluss darauf welche Personen um den Baum beigesetzt werden. Hier wird die Asche von Personen beigesetzt, die in keiner verwandtschaftlichen oder freundschaftlichen Beziehung zueinander stehen. Ein Gemeinschaftsbaum bietet ebenfalls für bis zu 12 Urnen Platz.

Natürlich ist eine Trauerfeier auch im Rahmen einer Baumbestattung möglich. Diese findet allerdings nicht in der Kirche oder der Friedhofskapelle, sondern direkt an der Grabstelle statt. Ein Geistlicher, ein freier Trauerredner oder Angehörige können dabei eine Rede halten.

Auch hier wird im Anschluss ein Leichenschmaus abgehalten.

Die Kosten für eine Baumbestattung sind vor allem von der Art und Ort des Baumes abhängig. Die Bäume werden in verschiedene Preiskategorien eingeteilt. Auch die verschiedenen Grabarten variieren im Preis. Ein Gemeinschaftsbaum ist wie ein Gemeinschaftsgrab günstiger als ein Familienbaum.
Während einer Seebestattung findet die Beisetzung der Asche ins Meer statt. Entscheiden Sie sich für eine Seebestattung, können Sie wählen, in welchem Meer die Bestattung stattfinden soll. Sie können zwischen Nord-, Ostsee, Mittelmeer oder Atlantik entscheiden.

Vor der Seebestattung wird der Leichnam des Verstorbenen eingeäschert. Anschließend wird dieser in eine spezielle Urne gegeben, die wasserlöslich ist und im Wasser versenkt wird.

Sie und die Angehörigen können bei der Bestattung anwesend sein oder eine anonyme Seebestattung durchführen. In diesem Fall erhalten Sie keine Informationen über die Koordinaten der Grabstelle.

In der Regel bieten die meisten Redereien eine Seebestattung mit bis zu 12 Trauergästen an, aber es sind nach Absprache auch Trauerfeiern bis 200 oder mehr Personen an Bord eines Schiffes möglich.

Entscheiden Sie sich für eine Seebestattung, regelt der Bestatter die Abstimmung mit der zuständigen Reederei für Sie. Die Reederei ergibt sich in Abhängigkeit von dem Beisetzungsort (Starthafen) und der Größe der Trauergesellschaft.

Die Urne wird in einem Bereich im inneren des Schiffes aufbewahrt. Zu Beginn der Trauerfeier befindet sich die Flagge des Schiffes bereits auf Halbmast. Das Schiff fährt die Koordinaten der Beisetzungsposition an und hält an dieser Position. Anschließend wird die Urne nach draußen getragen, üblicherweise zum Heck des Schiffes. Nach einer Trauerrede wird die Urne von dem Schiffskapitän ins Meer herabgelassen.

In den meisten Fällen haben Sie danach die Möglichkeit, Schmuck in Form von Blütenblättern oder Steinen mit ins Meer zu geben.

Die Gesamtkosten für eine Seebestattung setzen sich ähnlich wie denen einer Beisetzung auf einem normalen Friedhofes zusammen. Es entfallen zwar die Kosten für das Urnengrab und die Grabsteinkosten, jedoch fallen dafür die Kosten der Reederei zur Beisetzung der Urne auf dem Meer an. Die Höhe dieser Kosten ist stark abhängig vom Beisetzungsort und der Anzahl der Trauergäste. Hinzu kommen für Sie und die Trauergäste die Kosten der Anreise zum Starthafen.

Diamantbestattung

Als Ergänzung zur vorherigen Feuerbestattung erhalten die Angehörigen einen Diamanten, der aus einem Teil der Asche entsteht. Der Diamant kann in ein Schmuckstück verarbeitet und anschließend als Kette oder Ring getragen werden. Sie können dabei die gewünschte Karat Zahl angeben.

Auf Wunsch können Sie auch mehrere Diamanten aus der Asche herstellen lassen.

Den restlichen Teil der Asche können Sie auf herkömmliche Weise in einer Urne auf dem Friedhof bestatten. Oder alternativ kann die restliche Asche auch anonym beigesetzt werden, wenn Sie nur den Diamanten als Erinnerung erhalten möchten.

Erinnerungskristall

Als Ergänzung zur vorherigen Feuerbestattung erhalten die Angehörigen einen Erinnerungskristall. Dieser kann in 5 verschiedenen Varianten aus einem Teil der Asche hergestellt werden.

Häufig sind Feuerbestattungen etwas günstiger als Erdbestattungen. Dies liegt aber häufig an den geringeren Kosten für die Grabstelle, die günstigeren Kosten für den Grabstein und die spätere Grabpflege. Hinzu kommt der Blumenschmuck, der meistens geringer ausfällt, da ein „kleines“ Urnengrab nicht so viel Platz bietet wie ein „großes“ Erdgrab.

Im Umkehrschluss entstehen dafür aber zusätzliche Kosten für eine Urne, für das Krematorium sowie Überführungskosten in das Krematorium.

Bei der Seebestattung, kann wie bei jeder anderen Art der Feuerbestattung einen Trauerfeier am Sarg stattfinden. Nach dieser Trauerfeier wird der / die Verstorbene in das Krematorium überführt. Die Asche des / der Verstorbenen wird nach der Verbrennung von uns an die Reederei Huntemann übergeben, so dass Beisetzung auf dem Meer vom dem Kapitän nach Ihren Wünschen beigesetzt werden kann.

Ablauf einer Seebestattung

Anfahren der Meeresposition.
Mit dem MS Mecki geht es hinaus zur Beisetzungsposition. Die Urne des Verstorbenen ist im Salon aufgestellt und bietet hier den Angehörigen noch einmal Gelegenheit, sich in aller Ruhe von dem Verstorbenen zu verabschieden. Bei Erreichen der Position spricht der Kapitän vor der geschmückten Aschenamphore die letzten Worte zum Gedenken an den Verstorbenen.

Halbmast und vier Doppelschläge

Im Anschluss wird die Urne nach seemännischem Brauch dem Meer übergeben – begleitet von vier Doppelschlägen der Schiffsglocke – das bedeutet in der Seemannsprache „Wachende“.

Abschied nehmen

In einer Ehrenrunde können Sie als Angehörige noch einmal Abschied nehmen. Die Aschenamphore löst sich nach wenigen Stunden auf. Meer, Seesand und die Asche des Verstorbenen werden eins.

Die Gestaltung des Ablaufs der Seebestattung übernehmen wir gern für Sie und erfüllen auch besondere Wünsche, wie z. B. die Begleitung eines geistlichen Beistands, eigene Musikwünsche oder auch eine Stille Beisetzung ohne Mitfahrt von Angehörigen.

Nach jeder Seebestattung erhalten die Angehörigen einen Auszug aus dem Logbuch mit der eingetragenen Position und einem Seekartenausschnitt. So kann die Position z. B. in einer Gedenkfahrt nochmals aufgesucht werden.

Nach der Trauerfeier und der anschließenden Einäscherung des Verstorbenen wird die Urne des Verstorbenen am Fuß eines Baumes beigesetzt. Der Baum kann bereits zu Lebzeiten ausgesucht und reserviert werden.
Entscheidend ist aber das eine Grabpflege bei dieser Bestattungsart nicht notwendig ist, allerdings bleibt ein Beziehungspunkt zur Grabstätte vorhanden und man kann diesen Ort jederzeit aufsuchen.

Die Bäume sind genau markiert und werden in ein Baumregister eingetragen. Zusammen mit einem Lageplan und einer Waldkarte können Menschen den Standort ihres Baumes an Familien, Angehörige und Freunde weitergeben. Diese Markierung ermöglicht es, ihn jederzeit aufzufinden und zu identifizieren. Zugleich besteht die freie Wahl, den Baum mit einem Schild zu versehen, auf dem ein Name oder die Daten des dort beigesetzten Verstorbenen eingraviert werden können.

Weiter Informationen erhalten Sie unter:

Friedwald in der Nähe von Wetter:
Bad Laasphe (27 km*)
Herborn (42 km*)
Lauterbach (55 km*)
Waldhessen (60 km*)
Weilrod (68 km*)

*Entfernung von Wetter (Hessen)

Ruheforst in der Nähe von Wetter:
Oberweimar (28 km *)
Berleburg (40 km *)
Bad Arolsen (72 km *)

*Entfernung von Wetter (Hessen)

Bei der Diamantbestattung wird aus der Krematoriumsasche in einem aufwendigen Verfahren ein Diamant hergestellt. Der Diamant als Symbol der Unvergänglichkeit bietet Ihnen so die Möglichkeit des individuellen Gedenkens.

Die Einzigartigkeit eines Menschen spiegelt sich in dem Erinnerungsdiamanten wieder, denn jeder Diamant ist ein Unikat. Er wird garantiert ohne Zusätze aus der Krematoriumsasche hergestellt und erstrahlt je nach chemischer Zusammensetzung der Asche einmal weiß einmal bläulich.

Die Fertigung des Diamanten erfolgt in einem Labor in der Schweiz. Dabei wird die Asche mehrere Wochen unter hohen Temperaturen gepresst. Dann kann der Rohdiamant wunschgemäß geschliffen und graviert werden. Es ist möglich, einen oder mehrere Erinnerungsdiamanten in Größen von 0,4 bis 1,0 Karat herzustellen. Die Angehörigen erhalten ein Zertifikat über die Zusammensetzung der Asche, die zuvor chemisch-physikalisch analysiert wird.

www.algordanza.de

Vor einer Luftbestattung muss der Verstorbene eingeäschert werden. Die Asche wird bei der Luftbestattung in einer außergewöhnlichen Zeremonie mit einem Heißluftballon ausgestreut. Dies ist beispielsweise während einer ruhigen Fahrt, über einem ganz bestimmten Waldgebiet in Frankreich möglich. Einige Angehörige können auf Wunsch auch an dieser Zeremonie und der Fahrt im Heißluftballon teilnehmen. Wenn man diese Bestattungsart wünscht, sollte man wie bei der Seebestattung auch vorsorglich eine eigene Verfügung hinterlegen. Die Angehörigen müssen den Wunsch des Verstorbenen, auf diese Weise bestattet zu werden, belegen können.

In letzter Zeit ist eine allgemeine Zunahme der anonymen Bestattungen festzustellen. Anonym bedeutet in diesem Fall: Bestattung der Urne auf einer große Rasenfläche ohne Kennzeichnung des Grabes und die Beisetzung findet ohne die Anghörigen statt. Hier wird teilweise aus dem Grund der Sorge, um die Sicherstellung einer späteren Grabpflege, auf eine gekennzeichnete Grabstätte verzichtet und die Urne in einem anonymen Rasenfeld beigesetzt. Die Problematik hierbei ist allerdings das die Trauerbewältigung jedoch nach einer anonymen Bestattung in vielen Fällen wesentlich schwieriger und problematischer werden kann, weil die Grabstätte als Beziehungspunkt fehlt und man den Ort der Beisetzung nicht exakt aufsuchen kann.

Der Baum des Lebens

Seit vielen Jahren vollzieht sich eine Änderung der Bestattungskultur in Deutschland.
Traditionelle Bestattungsformen auf herkömmlichen Friedhöfen entsprechen häufig nicht mehr den persönlichen Vorstellungen. Die Bindung an den Wohnort ist oft nicht mehr gegeben. Angehörige wohnen nicht selten weit entfernt und sind so nicht in der Lage, sich regelmäßig am Grab einzufinden oder die Grabpflege zu übernehmen.

Viele Menschen sind daher von der Idee, ihre letzte Ruhestätte in der Natur zu finden, sehr angetan. Wer sein Leben gerne in der Natur verbracht hat, möchte es vielleicht auch dort beschließen.

Mit Tree of Life – dem Baum des Lebens ist es gelungen, eine Beisetzungsmöglichkeit zu schaffen, welche genau dieses Ziel erreicht. Diese Form der Naturbestattung ist ein Sinnbild für das Fortbestehen des Lebens. Der Gedanke, dass die Asche durch die Wurzeln eines Baumes aufgenommen wird und der Verstorbene somit in diesem „weiterlebt“, scheint vielen Menschen ein schöner Gedanke und eine sehr persönliche Erinnerung zu sein.

Aufgrund des Friedhofszwangs in Deutschland werden „Tree of Life“- Bestattungen nur in Spezialunternehmen in Ländern, in denen es keine Beisetzungspflicht für Urnen gibt, zum Beispiel der Schweiz, der Tschechischen Republik oder den Niederlanden, durchgeführt.

Dazu erfolgt nach Einäscherung und Trauerfeier in Deutschland der Transport der Urne in das beauftragte Spezialunternehmen in eines der o.g. Länder. Erst dort findet dann unter rechtlicher Aufsicht die Baumbestattung statt. Bei der Tree of Life – Baumbestattung wird die Asche des Verstorbenen schrittweise in ein speziell entwickeltes Vitalerde – Substratgemisch gegeben in welches der vorher ausgewählte Wunschbaum gepflanzt wird. Eine sich lang anschließende Durchwurzelungszeit, die ständige Parameterkontrolle und optimale Wachstumsbedingung in der Spezialbaumschule gewährleisten, dass durch den Baum die Nährstoffe aus der Asche absorbiert werden können.

Ist der Baum pflanzfertig, wird er mit den jeweiligen Beisetzungsdokumenten durch das beauftragte Bestattungsunternehmen an die Hinterbliebenen zur Abschiednahme übergeben.

Danach kann der Baum an einem geeigneten Ort persönlicher Wahl gepflanzt werden. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit die Pflanzung durch den Bestatter in Erinnerungshainen, Begräbnisforsten, auf Friedhöfen oder speziell ausgewiesenen Naturschutzgebieten im In- oder Ausland vornehmen zu lassen.
Mehr Informationen zur „Tree of Life“- Baumbestattung gibt es bei Ihrem Bestatter vor Ort oder direkt unter www.tree-of-life-baumbestattungen.de.

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„Und wenn du dich getröstet hast, wirst du froh
sein, mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein
Freund sein. Du wirst dich daran erinnern, wie

~ Antoine de Saint-Exupéry ~